Goethe Akademie

Gemeinsam mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg bieten wir eine Goethe Akademie an.

Der erste Kurs in dieser Reihe fand vom 4. bis 7. Dezember 2014 in Weimar statt:
„Kennst du den Faust?“ Weltliteratur – neu betrachtet.

Die nächsten Goethe-Akademien 2018

30. September – 3. Oktober 2018
„Im Rheingau Herbsttage“
Eine Exkursion in „Dichters Lande“

„Wer den Dichter will verstehen, / Muß in Dichters Lande gehen“: Bei dieser Goethe Akademie suchen wir „Dichters Lande“ auf, denn der Rheingau, Goethes Vaterstadt benachbart und dem Dichter von Jugend an vertraut, erwies sich für ihn vor allem in den Jahren 1814 und 1815 als Ort der Erholung wie als Quell künstlerischer Inspiration. Von Neuem erschlossen sich ihm die Schönheit der Landschaft und die Lebensfreude ihrer Bewohner, willig ließ er sich in die kulturpolitische Strategie des Freiherrn vom Stein einspannen. Goethe erlebte eine „Wiedergeburt“. Seine meisterliche Beschreibung des „St.- Rochus-Festes zu Bingen“, aber auch Gedichte des „West-östlichen Divans“ sowie essayistische Texte zeugen davon. Wer an dieser Akademie teilnimmt, lernt die originalen Schauplätze kennen und wird mit deren Widerspiegelung in Goethes poetischem und wissenschaftlichem Werk vertraut.

Referent:
Prof. Dr. Wolfgang Bunzel, Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt/Main
Ort:
Rheingau
„Hotel im Schulhaus“, Lorsch

22. – 25. November 2018
Ein „Zwischenfall ohne Folgen“?
Goethe und die Deutschen

„Achtbar im einzelnen, miserabel im ganzen“, so charakterisierte Goethe 1813 im Gespräch mit dem Historiker Heinrich Luden die Deutschen. Umgekehrt sind diese mit ihm auch nicht immer glimpfl ich verfahren, war sein Charakterbild in der Geschichte großen Schwankungen unterworfen. Heinrich Heine sah mit ihm die „Kunstperiode“ zu Ende gehen, für seinen Antipoden Börne war Goethe ein „Stabilitätsnarr“. Goethe war Nietzsche zufolge für die Deutschen ein „Zwischenfall ohne Folgen“, während Thomas Mann, in Goethes Spuren gehend, ihn als „Repräsentanten des bürgerlichen Zeitalters“ feierte. Im Gleich- und Widerklang der Stimmen haben sich Traditionslinien herausgebildet, die bis in die Gegenwart verlängert werden können. In seinem Buch „Was ist deutsch? Die Suche einer Nation nach sich selbst“ ist Dieter Borchmeyer solchen Traditionen nachgegangen.

Referent:
Prof. Dr. Dieter Borchmeyer, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Ort:
Weimar, Hotel Dorint

Empfang der Teilnehmer der zweiten Goethe Akademie in der Geschäftsstelle der Goethe-Gesellschaft im Stadtschloss Weimar